Apple erhält Patent für Mixed-Reality-HMD

Apple erhält Patent für Mixed-Reality-HMD

Leon
Von Leon
Veröffentlicht: 13-02-2022
Aktualisiert: 31-01-2023

Das US-amerikanische Amt für Patente und Marken hat offiziell ein Patent für das Mixed-Reality-System von Apple erteilt, das ein am Kopf befestigtes Display verwendet. Das Headset wird mit einem virtuellen Retina-Display, einem reflektierenden holografischen Kombinationsgerät und vielem mehr ausgestattet sein. In diesem Artikel werden wir über die Technologie hinter Apples HMD-Patent, seine Funktionen, das Design, das Team und die voraussichtliche Markteinführung sprechen. 

Die Technologie hinter dem Headset und seine Features

Das von Apple erteilte Patent umfasst verschiedene Ausführungsformen eines Augmented-Reality- oder Mixed-Reality-Direktprojektorsystems für die Netzhaut, eine Technologie, bei der die Bilder direkt auf die Netzhaut und nicht auf eine Brille projiziert werden, die mit einem AR-Headset geliefert werden kann, das einen reflektierenden holografischen Kombinator verwendet, um Bilder über die physische Welt des Betrachters zu legen. Im Erfolgsfall wäre Apple das erste Unternehmen, das die Technologie in einem MR-Headset einsetzt. Dieser Durchbruch kommt nach der Übernahme des Start-ups Akonia.

Dem Patent zufolge wird das Gerät mit der Welt zugewandten Sensoren ausgestattet sein, die die dreidimensionale (3D) Struktur der Welt aus der Sicht des Sensors erfassen, und mit dem Benutzer zugewandten Sensoren, die die Emotionen, den Blick und die Handbewegung des Benutzers erfassen. Darüber hinaus können die Sensoren dazu verwendet werden, die Position des Benutzers in Bezug auf die Umgebung zu bestimmen. 

Ferner heißt es in dem Patent, dass der Sensor zur Erfassung von Belichtungsinformationen wie Richtung, Farbe und Intensität verwendet werden kann, um realistische und qualitativ hochwertige virtuelle Inhalte vor den Augen des Benutzers zu erzeugen. 

Apples Mixed Reality HMD-Design 

Die Abbildung mit einem Benutzer zeigt, dass das Headset einen augennahen VR-Projektor enthalten könnte, welcher linke und rechte Bilder auf Bildschirme projiziert, die vom Benutzer betrachtet werden, wie z. B. DLP- (Digital Light Processing), LCD- (Liquid Crystal Display) und LCoS- (Liquid Crystal on Silicon) Technologieprojektoren. 

In den Abbildungen 2A-2C sind die der Welt zugewandten und die dem Benutzer zugewandten Sensoren eines Head-Mounted-Displays dargestellt, die mehrere Gesichtsmerkmale wie Kiefer-, Mund-, Augenbrauen- und Stirnbewegungen erfassen können. 

Der Sensor kann mit LiDAR-Sendern und -Empfängern/Detektoren ausgestattet sein, die z. B. Tiefen- oder Entfernungsinformationen für Objekte und Oberflächen in der Umgebung des Benutzers erfassen, wie sie in Iphones zur Verbesserung von Augmented-Reality-Erlebnissen zu finden sind. 

Laut MacRumors könnte das neue MR-Headset von Apple ein schlankeres Design und eine leichtere Bauweise aufweisen, um den Tragekomfort zu gewährleisten. Außerdem könnte es mit zwei hochauflösenden Mikro-OLED-Displays mit bis zu 3.000 Pixeln pro Zoll ausgestattet sein, die ein immersives Seherlebnis bieten werden. 

Team, Preise und voraussichtliche Markteinführung

Bloomberg-Quellen haben berichtet, dass mehr als 2.000 Apple-Mitarbeiter derzeit an der Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Hardware des Unternehmens im Rahmen der Technology Development Group (TDG) arbeiten. 

Viele Analysten hatten berichtet, dass das Headset während Apples jährlicher Worldwide Developers Conference im Juni veröffentlicht werden soll. Es könnte sich jedoch bis Ende 2022 verschieben, so dass das Produkt im Jahr 2023 auf den Markt kommt.

Wie bei den meisten Apple-Produkten wird erwartet, dass das Headset einen hohen Preis haben wird. 

Das Patent ist ein Beweis dafür, dass Apple eine große Rolle im VR/AR-Ökosystem spielen und das Publikum mit neuen innovativen Produkten locken möchte. Letzten Monat, im Januar, erwähnte Tim Cook, CEO von Apple, während der letzten Gewinnmitteilung des Unternehmens, dass Apple sich ernsthaft mit dem Metaverse beschäftigt und Geld in die Erforschung des Potenzials steckt.